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Gas oder Elektro-Heizstrahler? Der ehrliche Systemvergleich für Terrasse und Gastronomie
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Gas oder Elektro-Heizstrahler? Der ehrliche Systemvergleich für Terrasse und Gastronomie

Für feste Sitzplätze empfehlen wir Elektro-Infrarotstrahler: sofort warm, windstabil, ohne Flaschenwechsel. Wo Gas punktet und wie Sie fair vergleichen.

Fachredaktion Heizstrahler-Direkt5 Min. Lesezeit

Für feste Sitzplätze auf Terrasse, Balkon und in der Außengastronomie empfehlen wir elektrische Infrarotstrahler: Sie wärmen Sekunden nach dem Einschalten, bleiben bei Wind wirksam und kommen ohne Flaschenwechsel und offene Flamme aus. Gas behält seine Berechtigung dort, wo kein Stromanschluss liegt – etwa bei mobilen Veranstaltungen. Warum die Physik der beiden Systeme dieses Ergebnis erklärt und wo die ehrlichen Grenzen beider Lösungen liegen, zeigt dieser Vergleich.

Zwei Systeme, zwei Arbeitsweisen

Ein Gas-Heizpilz verbrennt Propan und erwärmt damit vor allem die Luft um das Gerät. Warme Luft steigt auf – und Wind trägt sie davon, bevor sie bei Ihren Gästen ankommt. Ein elektrischer Infrarotstrahler erwärmt nicht die Luft, sondern Körper und Flächen, ähnlich wie die Sonne: Die Wärme ist unmittelbar spürbar und bleibt auch bei Brise wirksam. Wie unmittelbar, hat der Hersteller HEATSCOPE in einer Vergleichsmessung dokumentiert – eine Infrarot-Halogenröhre mit 1.400 W liefert 90 % ihrer Leistung etwa eine Sekunde nach dem Einschalten, ein Gasheizer mit 4.000 W erreicht denselben Wert erst nach rund fünf Minuten Aufheizphase.

Dieser Unterschied ist keine Nuance, sondern der Kern der Entscheidung: Auf einer Terrasse konkurrieren Sie immer mit bewegter Luft. Ein System, dessen Wärme in der Luft steckt, verliert diesen Kampf regelmäßig – in der HEATSCOPE-Vergleichsmessung war beim Gasheizer bei Wind praktisch keine Wärme mehr spürbar. Ein System, dessen Wärme direkt am Körper ankommt, umgeht ihn.

Leistung planen: die Aufenthaltszone zählt

Elektrische Strahler legen Sie nach der tatsächlich beheizten Aufenthaltszone aus, nicht nach der Gesamtfläche. Die Richtwerte: 300 W/m² für die überdachte, windgeschützte Terrasse, 400 W/m² für offene, windanfällige Flächen (Quelle: HEATSCOPE Planungsleitfaden). Ein Sitzplatz für 2–3 Personen (rund 6–8 m²) braucht damit 1.500–2.400 W – meist reicht ein Gerät.

Ein Rechenbeispiel aus der Gastronomie: Auf einer windoffenen 40-m²-Terrasse werden nicht 40 m² beheizt, sondern die tatsächlichen Sitzzonen – etwa 20 m². Bei 400 W/m² sind das 8.000 W, sinnvoll verteilt auf vier Strahler der 2.000-W-Klasse an gegenüberliegenden Seiten, damit keine Wärmeschatten hinter Personen und Stuhllehnen entstehen. Die komplette Planungslogik von der Leistung bis zur Schutzart führt der Terrassenheizung-Planungsratgeber Schritt für Schritt durch.

Betriebskosten: rechnen statt schätzen

Beim Elektrostrahler ist die Rechnung transparent: Leistung in Kilowatt × Betriebsstunden × Ihr Arbeitspreis pro Kilowattstunde. Ein 2.200-W-Strahler verbraucht in drei Stunden 6,6 kWh. Drei Eigenschaften halten den Verbrauch niedrig: Es gibt kein Vorheizen – Sie schalten ein, wenn Sie sich setzen. Beheizt wird nur die Zone, in der Menschen sitzen. Und mit Dimmer oder Funksteuerung senken Sie die Leistung, sobald die erste Grundwärme steht.

Beim Heizpilz hängen die Kosten an Flaschenpreis und Verbrauch. Als Richtwert aus derselben HEATSCOPE-Vergleichsmessung: Ein 4.000-W-Gasheizer verbraucht rund 1 kg Gas pro Stunde – bei ca. 18 € für die 11-kg-Flasche sind das ca. 1,80 € pro Betriebsstunde. Der elektrische Vergleichsstrahler mit 1.400 W kommt bei 0,30 €/kWh auf ca. 0,42 € pro Stunde. Dass hier ein 1.400-W-Gerät gegen ein 4.000-W-Gerät antritt, ist kein Rechentrick, sondern der Wirkungsgrad in Zahlen: Beim Infrarotstrahler kommen 92 % der eingesetzten Energie als gezielte Wärmestrahlung an, beim Gasheizer sind es rund 40 % – der Rest heizt die Luft über dem Gerät. Rechnen Sie mit Ihrem eigenen Arbeits- und Flaschenpreis nach; an der Größenordnung ändert sich wenig. Fair bleibt: In der Anschaffung ist der Heizpilz günstiger, und ohne Stromanschluss ist er ohnehin gesetzt.

Diagramm: Systemvergleich Gas gegen Elektro – Infrarot-Elektrostrahler und Gasheizer im Vergleich bei Betriebskosten pro Stunde, Effizienz, Aufheizzeit, CO₂-Emission und Windempfindlichkeit
Gas und Elektro im direkten Systemvergleich

Sicherheit, Aufwand und Vorschriften

Der Elektrostrahler wird einmal fest montiert und ist dann per Schalter oder Fernbedienung betriebsbereit – keine offene Flamme, keine Gasflaschen im Lager, kein Flaschenwechsel im laufenden Abend. Strahler bis 3.200 W laufen an einer separat abgesicherten normalen Hausleitung (16 A); erst darüber ist Starkstrom nötig. Den festen Anschluss im Außenbereich übernimmt eine Elektrofachkraft.

Beim Gasgerät gehören Flaschenlagerung und Brennerpflege zum Betrieb, und die offene Flamme verlangt Abstand zu Markise, Schirm und Bepflanzung. In geschlossene oder rundum verglaste Räume gehören Gas-Heizstrahler grundsätzlich nicht – bei der Verbrennung entstehen Abgase. In manchen Kommunen ist der Betrieb gasbetriebener Heizpilze zudem eingeschränkt. Für Gastronomiebetriebe heißt das: vor der Investition die örtlichen Auflagen klären – oder mit der elektrischen Lösung der Diskussion aus dem Weg gehen. Einen Überblick über elektrische Lösungen für den Gastbetrieb gibt der Einsatzbereich Gastronomie & Gewerbe.

Wo Gas die bessere Wahl bleibt

Ehrlich bleibt: Ohne Stromanschluss ist der Elektrostrahler aus dem Rennen. Auf Flächen ohne Elektrik – mobile Veranstaltungen, Festplätze, provisorische Außenbereiche – bleibt Gas das Mittel der Wahl. Auch wer eine Fläche nur wenige Male im Jahr bespielt und keine feste Installation möchte, kann mit einem geliehenen Heizpilz gut fahren. Für den festen Sitzplatz, der über Jahre regelmäßig genutzt wird, dreht sich die Rechnung dagegen zugunsten der fest installierten Elektrik.

Unsere Empfehlung für feste Plätze

Für den fest geplanten Sitzplatz empfehlen wir elektrische Infrarotstrahler – und in den meisten Beratungen konkret HEATSCOPE, aus fachlichen Gründen: Das Leistungsspektrum vom HEATSCOPE Vision (1.600–3.200 W, IP44, stark reduzierter Rotlicht-Anteil) bis zum HEATSCOPE Pure (3.000 W, IP65, für die dauerhaft frei bewitterte Montage) deckt alle Auslegungsstufen und Standorte ab. Wer schlicht robuste Wärme sucht, fährt mit dem Tansun Sorrento IP (1.500–2.000 W, IP55) ebenfalls gut – ohne den Premium-Anspruch der HEATSCOPE-Familie.

Soll es ohne Bohren gehen – etwa als direkter Heizpilz-Ersatz –, übernehmen Standgeräte: der Solamagic Z1 (1.400 W) für den kleinen Sitzplatz oder der Heller Stativ-Heizstrahler TRS-2000 (2.000 W, IP65) für draußen und die Gastronomie.

Alle Geräte für Draußen finden Sie im Einsatzbereich Terrasse & Balkon – und wenn Ihre Fläche ein Sonderfall ist, beraten wir Sie persönlich.

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